Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt

Kaiserbrunnen

Objekt: Kaiserbrunnen
Standort: Kaiserplatz
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Dielmann, Johannes
Material: Bohus (Granit)
Entstehung: 1875-1876
Aufstellung: 1876 und 1974
Eigentümer: Stadt Frankfurt, Kulturamt


Gegenüber des Frankfurter Hofs steht auf dem Kaiserplatz der sogenannte Kaiserbrunnen:
ein kelchförmiger Brunnenpfeiler, aus dessen große Schale eine Wasserfontäne steigt.
Nachdem 1872 der Kaiserplatz und die Kaiserstraße als Straßendurchbruch für die Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und der Hauptwache geschaffen wurde, plante die Stadt 1875 dort einen Brunnen als visuellen Knotenpunkt. Entworfen wurde der Brunnen von dem Bildhauer Johannes Dielmann und seinem Sohn, dem Architekten Richard Dielmann. 
Das Material hatte einen langen Weg hinter sich: Das Granitgestein stammt von der schwedischen Insel Malmön und wurde in Stockholm behauen sowie poliert. Per Schiff wurde der Granit von dem Bauunternehmer Jonas Dörr sen nach Frankfurt am Main gebracht. Die Gebrüder Johann Rudolf und Jakob Josef Speltz, die eine ihrer Juwelierfilialen auf der Kaiserstraße 19 besaßen, unterstützten die Errichtung des Brunnens 1876. Gestiftet wurde der Brunnen von dem Bankier Raphael Baron von Erlanger. Er war Konsul von Schweden, Norwegen und Portugal und vertrat die königlichen Oberhäupter in Frankfurt. Im Jahr 1968 wurde der Brunnen vorrübergehend wegen Umbauarbeiten in der Innenstadt abgebaut und 1974 um ein paar Meter versetzt wieder aufgestellt.

Inschrift:
DER VATERSTADT
R. FRH. VON ERLANEN 1876

Text: Zara Riffler, 2019