Hessendenkmal

  
Objekt: Hessendenkmal
Standort: Friedberger Platz
Stadtteil: Nordend
Künstler: Langhans, Carl Gotthardt
Material: Bronze
Entstehung: 1793
Aufstellung: Vom preußischen König Friedrich Wilhelm II gestiftet. Zu ehren der am 2.12.1792 am Friedberger Tor gefallenen Hessen.
Auf einem kleinen Platz an der Friedberger Landstraße/Ecke Mercatorstraße steht das von dem Architekten Carl Gotthardt Langhans 1793 entworfene und von Professor Johann Christian Ruhl und Heinrich Christoph Jussow ausgeführte "Hessendenkmal". Es wurde 1792 von dem preußischen König Friedrich Wilhelm II. zu Ehren der am 2.12.1792 gefallenen preußischen und hessischen Soldaten gestiftet. Anlaß war die Befreiung Frankfurts von der sechs Wochen langen Besetzung durch die französische Revolutionsarmee. Die Namen der 82 gefallenen Hessen sind auf dem Denkmal verewigt. Es starben aber auch 41 Franzosen, deren Namen nicht bekannt sind. Gleichzeitig setzte sich Friedrich Wilhelm II. von Preußen damit selbst ein Denkmal. Für ihn war es der erste Sieg über die Revolutionsarmee auf der Grundlage eines nationalen Zusammenschlusses. Auf einem Steinsockel liegen ein Sturmbock, ein Helm, ein Schild, die Keule des Herkules und das Fell des von Herkules besiegten Nemeischen Löwen. Die aus dem Latein übersetzte Inschrift lautet:
Friedrich Wilhelm II König von Preußen
DEN EDLEN HESSEN
DIE
IM KAMPF FÜRS VATERLAND
HIER
SIEGEND FIELEN
DEN GEFÄHRTEN MÜHSAMER
UNTERNEHMUNGEN
VON DEN HESSISCHEN VÖLKERN
WELCHE BEI DER EINNAHME VON FRANKFURT
AM 2TEN DEZEMBER
EINES RUHMVOLLEN TODES STARBEN
BEFAHL DIES DENKMAL ZU ERRICHTEN
EIN ZEUGE IHRES MUTES,
EIN BEWUNDERER IHRER STANDHAFTTIGKEIT
FRIEDR. WILH. II. KÖNIG VON PREUSSEN
1793
Es folgen die Namen der 82 gefallenen Soldaten.