Verletzte Liebe

  
Objekt: Verletzte Liebe
Standort: Petersfriedhof
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Fecht, Tom
Material: Stahlnagel, Pflasterstein
Entstehung: 1994
Aufstellung: Am 1.Dez. 1994 öffnete sich zum ersten Mal die Paulskirche für den Weltaidstag - gleiczeitig wurde das Mahnmal eingeweiht.
An der Mauer des Petersfriedhofs, die den ehemaligen Friedhof von der Kirchenanlage trennt, gibt es seit 1994 ein von dem Künstler Tom Fecht geschaffenes Mahnmal. Es ist das Frankfurter Aids-Memorial, das der Künstler "Verletzte Liebe" und französisch "A l'amour blessé" nennt. Beide Schriftzüge mit Datum und Monogramm des Künstlers sind in goldenen Buchstaben in die Mauer eingraviert. Der deutsche Titel groß in der Mitte und in französisch am Ende der Wand, die im rechten Winkel steht und auf der das Kunstwerk weitergeht. Auf quadratischen Steinen sind hier dicke handgeschmiedete Eisennägel in die Wand getrieben. Jeder sieht individuell aus, keiner gleicht genau dem anderen. Die Nägel stecken bis zur Hälfte im Stein, sind mal gerade, mal schräg, mal nach oben mal nach unten gebogen. Sie sind Symbole für die bis 1994 in Frankfurt verstorbenen 600 Aids-Kranke und es kommen bis heute immer neue hinzu. Das Memorial wurde am 1. Dezember 1994 eingeweiht. An diesem Tag öffnete sich zum ersten mal die Paulskirche für den Weltaidstag. Seither treffen sich an jedem 1. Dezember auf dem Petersfriedhof viele Menschen und hinterlassen zum Gedenken an die Verstorbenen eine rote Rose. Nicht weit entfernt auf dem Klaus-Mann-Platz befindet sich ein weiteres Mahnmal der Homosexuellenverfolgung der "Engel" (1994) geschaffen von der Künstlerin Rosemarie Trockel.