Schwarzer Violinschlüssel

  
Objekt: Schwarzer Violinschlüssel
Standort: Kleine Bockenheimer
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Miyabe, Taro
Material: Bronze
Entstehung: 1982
Aufstellung: 19.11.1982
Die Bronze "Schwarzer Violinschlüssel" geschaffen von dem Bildhauer Taro Miyabe steht seit 1982 vor dem Jazz-Keller in der kleinen Bockenheimer Straße 18a/Ecke Goethestraße. Die Skulptur befindet sich auf einem Platz, der durch unterschiedliche Ebenen und einer breiten Treppe auf sich aufmerksam macht. Der "Schwarze Violinschlüssel" ist ein Kupferrohr, gebogen wie ein Notenschlüssel und steht auf einem runden schwarzen Sockel. Als Miyabe 1982 noch am Städel studierte, bekam er den Auftrag für ein Jazz-Denkmal. Damals galt Frankfurt als die Jazzhauptstadt in Deutschland. Im Jazzkeller gab es seit 1952 viele Auftritte internationaler Jazz-Musiker. Darunter fanden sich Namen wie: Louis Armstrong, Lionel Hampton, Stan Getz, Dizzy Gillespie, Chet Baker und Archie Shepp. Aber auch viele Frankfurter Jazzmusiker fühlten sich dem Keller verbunden und spielten dort. Darunter Albert und Emil Mangelsdorff, Heinz Sauer, Volker Kriegel, etc. Nicht alle kamen zum Spielen, manche verbrachten dort nur den Abend an der Theke. Auf vielen Fotoabbildungen sind diese Besuche dokumentiert. Der Frankfurter Jazzkeller ist ein Ort, an dem viele Mythen und Legenden leben. Er wurde 1952 von dem Trompeter und Musiktheoretiker Carlo Boländer gegründet. Auch mit seinem neuen Besitzer seit den 90er Jahren ist der Jazzkeller in der Stadt eine Institution geblieben.