Max Beckmann (Gedenktafel)

  
Objekt: Max Beckmann (Gedenktafel)
Standort: Schweizerstraße
Stadtteil: Sachsenhausen
Künstler: Krämer, Georg
Material: Bronze
Entstehung: 1964
Aufstellung: Zur Erinnerung an den Städelschulprofessor Max Beckmann der in der Schweizerstrasse 3 sein Atelier hatte.
Der Frankfurter Bildhauer Georg Krämer schuf 1964 zur Erinnerung an den Städelschulprofessor Max Beckmann, der in die Schweizerstraße 3 sein Atelier hatte, die "Max-Beckmann-Gedenktafel". Inschrift:
IN DIESEM HAUSE LEBTE UND ARBEITETE
MAX BECKMANN
VON 1916 BIS 1933
Gewohnt hatte er ab 1919 am Schaumainkai 3 und ab 1926 in der Steinhausenstraße 7. Der Maler und Grafiker Max Beckmann (* 1884 Leipzig, + 1950 New York) lebte 1915-1933 in Frankfurt und wurde 1925 als Leiter einer Meisterklasse an die Frankfurter Städelschule (damals Kunstgewerbeschule) berufen. Am 31. März 1933 verlor Max Beckmann seine Stellung. Seine Kunst galt als "entartet", seine Bilder wurden aus den deutschen Museen entfernt. In Frankfurt entstanden neben Selbstbildnissen, Stilleben und zahlreichen Stadtansichten zum Beispiel: "Die Synagoge" (1919), "Das Nizza in Frankfurt" (1921), "Der eiserne Steg" (1922), "Eisgang" (1924), "Der Wendelsweg" (1928), etc. Beckmann, der sich nach 1914 dem Expressionismus zuwandte, zählt heute weltweit zu den bedeutendsten Malern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von Frankfurt ging er nach Berlin, emigrierte 1937 nach Amsterdam, übernahm 1947 einen Lehrauftrag an der Kunstschule der Washington University in St. Louis und ab 1949 an der Brooklyn Art School in New York. Max Beckmann kehrte nie wieder nach Deutschland zurück.