Mendelssohnruhe

  
Objekt: Mendelssohnruhe
Standort: Försterei 3
Stadtteil: Sachsenhausen
Künstler: unbekannt
Material: Syenitblock (Findling)
Entstehung: 1906
Aufstellung:
Nahe der Oberschweinstiege, etwa 800 Meter südlich Richtung Neu Isenburger Schneise am Rindspfad, fand im Juli 1839 ein Waldfest statt. Die Teilnehmer sangen die "Sechs Lieder im Freien" des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy, der am 3.2.1809 in Hamburg geboren und am 4.11.1847 in Leipzig gestorben ist. Diese Lieder, die hier zur Uraufführung kamen, komponierte er teilweise bei Spaziergängen im Stadtwald. Der Komponist, der selbst anwesend war, schwärmte lange Zeit von diesem Fest, wie er in einem Brief an seine Mutter formulierte. Schon in seiner Jugendzeit hatte Mendelssohn Bartholdy eine enge Bindung an Frankfurt. Hier trat er 1822 als Pianist mit seiner Schwester Fanny im Musiksaal des Cäcilienvereins auf. Bei einem Frankfurtbesuch lernte er 1836 Cecile Jeanrenaud (1817-1853) kennen, die er 1837 in der Kirche am Goetheplatz heiratete. Nach seinem Tod stiftete die Familie Jeanrenaud 1906 einen Gedenkstein. Die Inschrift auf dem Syenitblock lautet:
ZUR ERINNERUNG AN FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY,
ZU DESSEN EHREN HIER IM JAHRE 1839 VON
FRANKFURTER FAMILIEN EIN FEST GEFEIERT WURDE.
Die "Mendelssohnruhe" wurde 1934 von den Nazis zerstört und der Gedenkstein von Waldarbeitern vergraben. Seit 1948 ist der Stein wieder ausgraben und neu aufgestellt.