Kreuz Schwanheim (Merteskreuz)

  
Objekt: Kreuz Schwanheim (Merteskreuz)
Standort: Mauritiusstraße
Stadtteil: Schwanheim
Künstler: unbekannt
Material: Roter Sandstein
Entstehung: um 1700
Aufstellung:
Im südlichen Teil des Querhauses der St. Mauritiuskirche in der Mauritiusstraße in Schwanheim steht das alte Merteskreuz aus rotem Sandstein. Es ist barocken Ursprungs, um 1700 entstanden und wurde ehemals am Ort der alten Martinskirche (Merteskerch) im Unterfeld errichtet. Das Kreuz aus rotem Sandstein musste infolge der Ausdehnung der Farbwerke Höchst 1963 entfernt werden. Nach seiner Restaurierung durch den Bildhauer Edwin Hüller mit Mineros, einem Kunstsandstein, wurde das Kreuz vor dem Turm der katholischen Kirche aufgestellt. Dabei musste man den stark verwitterten Sockel komplett ersetzen. Nach einer erneuten Sanierung im Jahr 1998 wurde das Kreuz zu seinem Schutz vor Umwelteinflüssen ins Innere der Kirche gestellt. Die Sockelinschrift lautet:
GEDENKKREUZ
ERRICHTET AN STELLE
DER ERSTEN PFARRKIRCHE
"ZUM HL. MARTINFELD"
SIE WURDE IM 12. JAHRH.
ZWISCHEN SCHWANHEIM
UND KELSTERBACH ERBAUT
Das Kreuz trägt vorne die Inschrift:
UM 1700
Das "Merteskreuz" markierte die Stelle, an der die Kirche "St. Martin im Feld" gestanden hatte. Als Folge eines Kirchenstreites (1557 und 1562) zwischen Schwanheim und Kelsterbach kam es zur Erweiterung der gotischen Filialkapelle St. Mauritius nahe dem Altdorf, die zur Pfarrkirche erhoben wurde. Damit war die Kirche "St. Martin im Feld" ohne Funktion und verfiel. Sie diente im Dreissigjährigen Krieg als Steinbruch und lieferte auch zahlreiche Steine für die Mauern des dritten Schwanheimer Kirchenbaus. Dessen Grundsteinlegung erfolgte am 30.September 1686. Zur Erinnerung an die Kirche "St. Martin im Feld" stand - bis zur industriellen Nutzung des Geländes durch die Farbwerke Höchst - das "Merteskreuz".