Heine-Denkmal

  
Objekt: Heine-Denkmal
Standort: Taunusanlage
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Kolbe, Georg
Material: Bronze
Entstehung: 1910 - 1913
Aufstellung: Am 13. Dezember 1913 zu Heines 116. Geburtstag aufgestellt. 1947 restauriert und zu seinem 150. Geburtstag am 14. Dezember 1947 an seinem heutigen Platz aufgestellt.
Eines vorab: Der Jüngling in Bronze ist nicht Heinrich Heine. Als der Künstler Georg Kolbe nämlich den Auftrag für ein Heine-Denkmal bekam, beschloss er, nicht den Dichter darzustellen, sondern den Charakter seiner Gedichte. Und so schuf Kolbe zwei bronzene Figuren, die leichtfüßig wirken, elegant und stolz.
Heinrich Heine (1797-1856) gilt heute als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller, besonders beliebt ist beispielsweise sein Gedicht über die Loreley.
Aber nicht immer sprach man in hohen Tönen von ihm. Im Dritten Reich war Heine verpönt, weil er jüdischer Abstammung war und liberal dachte. 1933 stürzten aufgebrachte Nationalsozialisten das Denkmal um. Daraufhin wurde es offiziell abgebaut und umbenannt: Bis 1947 trug es den unverfänglichen Namen "Frühlingslied".

Text: Alexander Kratz, 2014