Brickegickel

  
Objekt: Brickegickel
Standort: Alte Brücke
Stadtteil: Sachsenhausen
Künstler: Hüller, Edwin
Material: Roter Sandstein, Eisen
Entstehung: 1748 / 1967 / 1994
Aufstellung: Eingeweiht am 9. September 1994 durch den Stadtrat Protzmann..
Der Weg von Sachsenhausen über die Alte Brücke Richtung Kurt Schumacher-Straße führt auf der rechten Seite an einem geschichtsträchtigen Wegekreuz vorbei. Seit dem 13.9.1994 erstrahlt der Hahn auf seiner Spitze wieder in goldenem Glanz, nachdem er als gestohlen gemeldet worden war. Der Frankfurter Bildhauer Ewin Hüller schuf eine Kopie des Originals, das sich im Historischen Museum befindet und dessen Sandsteinsockel 1748 der Frankfurter Bildhauer Johann Michael Datzerath (1705-1783) geschaffen hatte. Schon einmal musste Hüller den Hahn 1967 nachbilden, nachdem der damals 200 Jahre alte Hahn nach einer Brückensprengung 1945 in den Mainfluten untergegangen war, doch leicht beschädigt gerettet werden konnte. Die Alte Bücke entstand in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, das Kreuz wird erstmals im Jahr 1342 erwähnt. Kreuz und Hahn markierten die tiefste Stelle im Main, an der in früheren Jahrhunderten Gesetzlose durch Ertrinken bestraft wurden. Um den Hahn rankt sich eine Legende: Der Teufel half dem Baumeister beim Brückenbau und forderte als Lohn das erste Lebewesen, das über die Brücke geht. In seiner Not trieb er bei der ersten Begehung einen Hahn vor sich her. Der betrogene Teufel warf wütend das Tier durch das Geländer und verschwand. Ein Loch im Geländer schien diese Tat zu bezeugen.