Grabstätte Frau Aja

  
Objekt: Grabstätte Frau Aja
Standort: Schäfergasse
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Korners, Hans
Material: Sandsteinsäulen
Entstehung: 19. Jahrhundert
Aufstellung:
Die Grabstätte von J.W. von Goethes Mutter Katharina Elisabeth Textor 1731-1808, genannt Frau Aja, liegt am östlichen Rande des Schulhofes der Liebfrauenschule in der Schäfergasse 23.
Johann Caspar Goethe, der 20 Jahre älter war, heiratete Katharina E. Textor am 20.August 1748 im Gartenhaus ihres Onkels Michael von Loen vor dem Gallustor. Beide waren fromm, er orthodox - sie pietistische Lutheranerin, heirateten aber nicht in der Kirche. Getraut wurden sie von dem Hauptpfarrer der St. Katharinenkirche, Johann Philipp Fresenius. Am 28.August 1749 wurde der Sohn Johann Wolfgang und am 7.Dezember 1750 Cornelia geboren. Vier weitere Kinder starben früh. War der Vater eher ein rational denkender Mensch, der sein Leben planvoll bestimmte, war Ajas Stärke Gefühl und Lebensfreude. Ihr großes Interesse galt dem Theater. Als Katharina Elisabeth 39 Jahre und Johann Caspar 60 Jahre sind übernimmt sie die Führung im Haus, da er mit zunehmenden Jahren und zwei Schlaganfällen schnell alterte. Eine Freundschaft mit Bettine Brentano verbindet sie bis zu ihrem Tod. Der barock gestaltete Grabstein von Katharina Elisabeth Goethe ist aus rotem Sandstein mit Bronzetafel. Sie ruht im Textorschen Familiengrab innerhalb einer Rotunde mit Sandsteinsäulen. Eine Grabplatte trägt die Inschrift:
"HIER RUHT GOETHES MUTTER."