Takawira, Bernard

* 1948  Nyanga/ Simbabwe
+ 1997


Der Bildhauer Bernard Takawira wurde 1948 in Nyanga (Simbabwe) als drittes von sechs Kindern geboren, neun Jahre nach seinem älteren Bruder John Takawira (1939 1989), der ihn später als Bildhauer stark beeinflussen sollte. Das umfangreiche Wissen der Mutter über die Mythen der Shona und ihre Geschichten hinterließen bei beiden Brüdern tiefe Eindrücke. Es wird vermutet, dass damit schon die Grundlage für ihren künstlerischen Beruf gelegt wurde. Bereits 1967 schloss Bernard Takawira sich dem von Joram Mariga gegründeten Vukutu-Workshop an. Später verließ er die Gruppe, machte eine Ausbildung zum Landwirtschaftsberater und arbeitete für die Regierung. 1977 gab er seinen Beruf auf.  Sein Bruder John Takawira stellte ihm den künstlerischen Berater Frank McEwen vor. Mit seiner Person ist die Entwicklungsgeschichte der "Zimbabwe Stone Sculpture" eng geknüpft. Bernard Takawira ließ sich an der von Frank McEwen gegründeten Workshop School weiter ausbilden. Takawiras Skulpturen sind Beweise für einen großen inneren Kampf zwischen Christentum und Shona-Kultur. Viele seiner Werke haben die Themen Geduld, Bescheidenheit und Integrität zum Gegenstand. Von den späten 70er Jahren bis zu seinem Tod 1997 arbeitete er als Bildhauer. Seine Werke wurden im Ausland gezeigt. Zum Beispiel: 1971 Musée Rodin, Paris; 1972 Institute of Contemporary Arts Gallery, London; 1981 Zimbabwe House, London; 1985 Irving Sculpture Gallery, Sydney;
1989 Foundation Beelden of de Berg, Wageningen, Niederlande; 1990 National Gallery, Auckland, Neu Seeland; 1990 Yorkshire Sculpture Park, Großbritannien; 1990 Millesgarden Museum, Stockholm. Im Palmengarten Frankfurt ist die Plastik "Bescheidener Beter" (1988) zu sehen.