Lauxen, Nikolaus

* 13. Oktober 1722 in Boppard
+ 18. November 1791 in Koblenz

Nikolaus Lauxen stammte aus einer Bopparder  Handwerkerfamilie. Nach einer Maurerlehre machte er eine ilitärische Ausbildung als Fortifikationstechniker und Ingenieur. Danach arbeitete er als Kunstmaler und Dekorateur. Erst mit 45 Jahren nahm er seine Arbeit als Baumeister auf und schuf 1767 den Entwurf für den Marktbrunnen in Cochem. 1769 trat er in der Residenzstadt Koblenz eine Stelle als Baudirektor an und war dann an fast allen großen Baumaßnahmen der Stadt beteiligt. In Koblenz wirkte er bis zu seinem Lebensende. Lauxen schuf als Architekt des Spätbarock  zwischen 1769 und 1791 zahlreiche Bauten und Projekte zwischen Köln und Boppard, Trier und dem Westerwald sowie im kurmainzischen Höchst.
Beispiele aus seinem Lebenswerk: Marktbrunnen (1767) Cochem; Bürgerhäuser am Jesuitenplatz in Koblenz (1769); Freiligrath-Haus (1770) Unkel; Haus Spee (1770) Neuwied-Engers; Haus d'Ester (1770-73), sog. Marienburg in Vallendar; Galeriebau am Bürresheimer Hof (1770-74) Koblenz;  Fronhof (1771) Mesenich an der Mosel;  Kath. Pfarrkirche St. Georg (1772-72) Urmitz; Benediktinerinnenkloster (1773-75) Nonnenwerth (Lauxen leitete den Wiederaufbau des Klosters Nonnenwerth, das durch einen Brand zerstört worden war); Sakristei der Liebfrauenkirche(1776) Koblenz; Städt. Schule am Plan (1776) Koblenz; Gästebau/Krankenhaus und das Engelportal der Prämonstratenserabtei (1777) Rommersdorf bei Neuwied; Bolongaropalast (1777-81) Frankfurt-Höchst; Haus Knoodt (1778) Boppard; Prälaturbau der Benediktinerabtei Brauweiler (1780-85) bei Köln.