Kreutz, Heinz

* 31.12.1923 Frankfurt am Main
  lebt seit 1976 in Antdorf/Oberbayern

Der Maler Heinz Kreutz machte 1940 eine Ausbildung als Fotograf. Bis 1942 war er im Krieg, überlebte den Kampf um Stalingrad und war bis 1944 im Lazarett in Marburg, wo er mit seiner autodidaktischen künstlerischen Arbeit begann. Bis zu seinem 35. Lebensjahr hatte er als Anstreicher gearbeitet und gelegentlich fotografiert. 1948 begann er abstrakt zu malen. 1951 erhielt Kreutz ein privates Stipendium für einen Aufenthalt in Paris und Südfrankreich. Am 11. Dezember 1952 nahm er zusammen mit Karl Otto Götz, Otto Greis und Bernhard Schultze an der Quadriga-Ausstellung in der Zimmergalerie Frank teil. Der Titel der Ausstellung lautete "Neuexpressionisten" und erregte damals viel Aufsehen in der Kunstszene. Nach dem NS-Regime und der Neuorientierung danach bedeutete dies einen Aufbruch und den Anschluss an die internationale Avantgarde-Bewegung des "art informel" der er bis 1959 treu blieb. Danach folgten 1960-63  farbige und schwarzweiße Holzschnitte, 1964-66 Bleistift- und Farbkreidezeichnungen, Aquarelle, Manuskripte zur Farbenlehre, 1967 ein Stipendium für die Cité des Arts in Paris und konstruktive Farbfolgen, 1971-1973 eine Gastdozentur an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main und der Erstdruck seiner Farbenlehre, 1974-86 Arbeiten auf Papier, Aquarelle, Pastelle und Wandbilder, 1987 Ölbilder und Papierarbeiten, 1993-94 der Zyklus "Sonnengesang des Franz von Assisi". In Frankfurt befindet sich eine weitere Arbeit von Heinz Kreutz: der nach seinem Entwurf gewebte "Wandteppich" an der Stirnseite  der Evangelischen Cantate Domino Kirche in der Nordweststadt Römerstadt, Ernst Kahn Straße 20.