Klimsch, Fritz

* 10.02.1870 Frankfurt am Main
+ 30.03.1960 Freiburg im Breisgau

Der Bildhauer Fritz Klimsch besuchte 1886-1894 die Königliche Akademische Hochschule der Bildenden Künste Berlin und gewann schon während seiner Studienzeit 1894 den Staatspreis. 1898 war er Mitbegründer der Berliner Secession. Studienreisen führten ihn 1895 und 1901 nach Italien und 1901 nach Griechenland. Aufgrund seines beruflichen Erfolges wurde  er 1912 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste und 1916 Senator der Akademie. 1921 erfolgte seine Berufung als Professor an die Akademie der Bildenden Künste in Berli, wo er die Leitung der Meisterateliers bis zu seiner Emeritierung 1935 innehatte. Seine Arbeiten, besonders die weiblichen Akte, die durch ihre Anmut und jugendliche Schönheit auffielen, machten ihn auch bei den Nationalsozialisten sehr beliebt. Der Faschismus blieb nicht ohne Wirkung auf sein späteres Schaffen. Seine Kleinplastiken nach 1945 hatten ihre Unschuld verloren. Zu seinen Hauptwerken zählen: „Virchow-Denkmal" (1906-1910) in Berlin; „Grabmal für Marie Köhne von Wranke-Deminski"; „Chemiker Emil Fischer-Denkmal" in Berlin; „Mozart-Denkmal" in Salzburg; weibliche Akte „Trauernde" (1919); „Charis" (1922); „Die Schauende" (1919); „Nereiden" (1937); etc. zahlreiche Bildnisbüsten, Grabmäler und Brunnen. Arbeiten im öffentlichen Raum Frankfurt: „Am Wasser" (1930), Pölzig-Haus, J. W. von Goethe-Universität Frankfurt und „Eva“ (um 1925) Palmengarten, Westend.